Es gibt zweierlei Ursprünge des Menschen, nach älteren und neueren geisteswissenschaftlichen Quellen: ein niedrigerer, bestehend aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib, und ein höherer, bestehend aus Atma, Buddhi, und Manas. Ewald Koepke schildert, wie die niedere und die höhere Menschennatur zunächst getrennte Wege gingen und wie sie im Fortgang der menschlichen Entwicklung wieder zusammengeführt werden.
»Als Achtzehnjähriger erlebte ich voller Verzweiflung den Abgrund des Lebens als eine heillose Absurdität. Das dargebotene Christentum erschien mir unglaubwürdig. Aber auch Laotse bot keinen Trost. Buddha empfahl einen endgültigen Welt-Verzicht. Und Nietzsche suchte Halt in einem Übermenschen, der mich nicht überzeugte.
Nunmehr, in meinem neunzigsten Lebensjahr, blicke ich zurück auf sechzig Jahre fort und fort zunehmender Vertiefung in die anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft Rudolf Steiners, und ich erlebe immer eindringlicher die Mysterientiefen der Evolution, die unserem menschlichen Werden innewohnen.«
Ewald Koepke