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Startseite » Autoren , Herausgeber und Persönlichkeiten ( R bis S ) » Simon Sahner » Simon Sahner : Beim Lösen der Knoten. Nachdenken über Krebs
Narrative einer Krankheit
Im Sommer 2008 wurde bei Simon Sahner fälschlicherweise die Diagnose Knochenkrebs gestellt, dabei handelte es sich eigentlich nur um eine harmlose Erkrankung am Knie. Unerwartet entwickelte sich jedoch innerhalb von neun Jahren tatsächlich ein bösartiger Tumor an dieser Stelle, der mit Chemotherapien und einer Operation behandelt werden musste. Der Autor erlebte die Krankheit als etwas, das von Geschichten umgeben ist, von Mythen und Bildern, die sein Erleben dieser Zeit stark beeinflusst haben.
In ›Beim Lösen der Knoten‹ geht Simon Sahner dem eigenen Erleben auf den Grund – der Unsicherheit vor der Diagnose, dem Schock, den die Krankheit auslöst, den Monaten der Therapie und dem Leben danach. Seine individuellen Erfahrungen verknüpft er dabei mit anderen autobiografischen und fiktionalen sowie dokumentarischen Erzählungen über Krebs.
– Geht über einen reinen Erfahrungsbericht hinaus
– Einfühlsam, beispielhaft und ermutigend
– Für Leser:innen von Susan Sontag, Wolfgang Herrndorf, Christoph Schlingensief, Didier Eribon, Maggie Nelson, Sheila Heti u. a.
1. Auflage 2023
Gebunden mit Schutzumschlag
234 Seiten
ISBN 978-3-7725-3038-8
Verlag Freies Geistesleben
Ein kluger und berührender Essay, in dem Simon Sahner reflektiert, was sich unsere Gesellschaft über Krebs erzählt und wie sich diese Narrative auf seine eigene Erfahrung auswirken. Ein zutiefst erhellendes Buch, das Mythen verabschiedet, wertvolle Anregungen bietet und durch seine große Menschlichkeit wie nebenbei hilft, Ängsten entgegenzutreten.
Nicole Seifert, nachtundtagblog und Autorin von FRAUEN LITERATUR
Eine Krebsdiagnose, die keine ist. Und neun Jahre später doch eine wird. Kein Phantasma, sondern schmerzhaft real. Doch weil Simon Sahner Literaturwissenschaftler ist, bricht er seine Krankheit in Erzählungen. Eindringlich schildert er, wie der Kosmos aus Krebs-Geschichten die Bilder in seinem Kopf bestimmt. Wie die Intensität des fiktiven Erlebens an der Monotonie und kräftezehrenden Anspannung einer Chemotherapie scheitert. Warum der Verlust der Augenbrauen bedeutsamer ist als die ikonische Glatze. Eine kluge, äußerst belesene und sehr persönliche Reflexion über das, was Krankheit macht und wie sie erzählt werden kann.
Bettina Hitzer, Preisträgerin des Preises der Leipziger Buchmesse 2020 für ›Krebs fühlen‹
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