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Sie liegt noch heute einsam, abseits der großen Straßen, und wird doch von Kennern meist mehr als einmal aufgesucht: die Drüggelter Kapelle. Der kleine zwölfeckige Bau (vermutlich 12. Jh., evtl. auch früher) steht trotz der geringen Entfernung zur Stadt Soest (Westfalen) in keinem Zusammenhang mit dem dort zur gleichen Zeit mächtig wirksam gewordenen Kirchenbauimpuls. Und zu seiner Entstehungsgeschichte fehlt jegliches Dokument. Welche Gemeinschaft kann dieses kleine Gotteshaus errichtet haben, um darin ihre sakralen Handlungen zu vollziehen?
Schritt für Schritt deckt Kurt Vierl die kosmischen und esoterisch-christlichen Bezüge auf, die dieser ungewöhnlichen Kapelle in Form, Ausrichtung, Maßverhältnissen, in der Anordnung der Säulen und ihrer Kapitellornamentik – sichtbar und unsichtbar – eingeschrieben sind.
In der Ausgabe Juli 2009 des Lebensmagazins a tempo können Sie sich einen genaueren Eindruck von dem Bildband machen.
(11.02.2010)
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