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Johannes W. Schneider: Unser Leben - unser Schicksal. Sich selber näher kommen
(Art.Nr.: 978-3-7725-2541-4)
Früher oder später fragt sich fast jeder: Ist das Leben, das ich führe, eigentlich mein Leben? Wie viel von dem, was mir im Leben gegeben wurde, gehört zu mir? Wie weit bin ich selbst Gestalter? – Johannes W. Schneider schöpft aus einem Leben vielfältigster Begegnungen mit anderen Menschen und Kulturen, um den Leser zu einem tieferen Verständnis seines Selbst anzuregen.
... Im Tod, wenn er zur rechten Zeit kommt, bin ich nicht nur erwartet, ich bin auch beurteilt. Nicht über die eine oder andere Handlung während des Lebens wird geurteilt, sondern über mich, der ich war. Das Urteil kann als deutliches und klares Gefühl erlebt werden, als ein Ja zu dem gelebten Leben. Ich habe Fehler gemacht, und aus den Fehlern habe ich gelernt. Ich kann zu dem stehen, was war. Das Leben ist nun erfüllt. Dieses Gefühl kann sich verdichten zu einem Bild: Eine fremde Gestalt erscheint dem Sterbenden, mit unbeweglichen Gesichtszügen und Gliedern, alterslosen. Nur eines fällt aus diesem Eindruck des Fremden, Unnahbaren heraus: der Blick. Dieser Blick sieht mich so, wie ich selber mich sehe, wenn ich ganz ehrlich mir gegenüber bin. Merkwürdig: Dieser Fremde ist mir nahe, der bin ICH selbst. Ich bin es, der jetzt auf mich hinschaut, wie mein ICH jede Nacht mich gesehen hat. Doch an das, was im Tiefschlaf geschieht, kann ich mich kaum erinnern. Jetzt, an der Todesschwelle tritt dieses verborgene Nach-Erleben in den Raum des erwachten Bewusstseins. Und wir empfinden: Dieses Urteil gilt. Nun haben wir nicht mehr einen nächsten Tag vor uns, an dem wir uns noch einmal verändern können. Der Tod spricht sein ernstes Wort: So warst du ...
... Im Tod, wenn er zur rechten Zeit kommt, bin ich nicht nur erwartet, ich bin auch beurteilt. Nicht über die eine oder andere Handlung während des Lebens wird geurteilt, sondern über mich, der ich war. Das Urteil kann als deutliches und klares Gefühl erlebt werden, als ein Ja zu dem gelebten Leben. Ich habe Fehler gemacht, und aus den Fehlern habe ich gelernt. Ich kann zu dem stehen, was war. Das Leben ist nun erfüllt. Dieses Gefühl kann sich verdichten zu einem Bild: Eine fremde Gestalt erscheint dem Sterbenden, mit unbeweglichen Gesichtszügen und Gliedern, alterslosen. Nur eines fällt aus diesem Eindruck des Fremden, Unnahbaren heraus: der Blick. Dieser Blick sieht mich so, wie ich selber mich sehe, wenn ich ganz ehrlich mir gegenüber bin. Merkwürdig: Dieser Fremde ist mir nahe, der bin ICH selbst. Ich bin es, der jetzt auf mich hinschaut, wie mein ICH jede Nacht mich gesehen hat. Doch an das, was im Tiefschlaf geschieht, kann ich mich kaum erinnern. Jetzt, an der Todesschwelle tritt dieses verborgene Nach-Erleben in den Raum des erwachten Bewusstseins. Und wir empfinden: Dieses Urteil gilt. Nun haben wir nicht mehr einen nächsten Tag vor uns, an dem wir uns noch einmal verändern können. Der Tod spricht sein ernstes Wort: So warst du ...
ISBN-13:978-3-7725-2541-4
Erscheinungsjahr:2015
Auflage:4
Extras:mit Schutzumschlag
Reihe:Falter
Band-Nr.:41
Einband:Leinen
Seiten:190
Verlag:Freies Geistesleben
Inhaltsverzeichnis
- Biografie und Schicksal
- Dem anderen begegnen. Wie entstehen und wie reifen Schicksalsbeziehungen?
- Der Ernst und die Stille und der Friede des Todes
- Wenn Tote uns nahekommen, vielleicht zu nahe
- Von der Erde. Was Sterbende in den Himmel mitbringen
- Von den Sternen. Was Kinder bei ihrer Geburt mitbringen
- Das Schicksal zwischen Eltern und Kindern
- Glück und Leid im Schicksal
- Wunden im Schicksal heilen – Schuld und Verzeihung
- Sinn und Ziel der Wiederverkörperung – Gedanken aus Asien und Europa
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Diesen Artikel haben wir am Montag, 4. April 2016 in den Shop aufgenommen.